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26./27.11.2011 - DVB U15 und U17 Ranglistenturnier in Hövelhof

Judith PetrikowskiEs ist schon etwas Besonderes, wenn die besten Badmintonspieler und –spielerinnen Deutschlands der Altersklassen U15 und U17 in Hövelhof um deutsche Ranglistenpunkte kämpfen und dabei ganz hervorragenden Sport bieten. Es istHannah Schiwon erst recht etwas Besonderes für die Hövelhofer Badminton-talente Hannah Schiwon und Judith Petrikowski, wenn sie in heimischer Halle gegen nationale Spitzenkonkurrenz aufschlagen dürfen und unter den Augen der Familie und Freunde sowie zahlreicher  Landes- und Bundestrainer sich gut präsentieren wollen. Und wenn am Ende Judith Petrikowski mit Platz 3 im U15 Mixed strahlend auf dem Siegerpodest steht, dann ist für sie und auch für den gesamten ausrichtenden BC Phönix Hövelhof diese besondere Veranstaltung rundum gelungen!
Hinter der scheinbaren Leichtigkeit, mit der die jungen Badmintoncracks sich über das Spielfeld bewegen und mit Drops, Lobs, Clears und Smashes den Gegner zu bezwingen suchen, stehen viele Stunden harter Trainingsarbeit und eiserne Disziplin. Judith Petrikowski absolviert fünf Trainingseinheiten pro Woche, dazu kommen für die Jugendnationalspielerin Wettkämpfe am Wochenende sowie Maßnahmen vom Landes- und Bundeskader. Da bleibt neben der Schule – die Hövelhoferin besucht die 8. Klasse der örtlichen Realschule – nicht mehr viel Zeit für weitere Hobbies. „Laut und viel Musik hören“ ist für den Teenager ein guter Ausgleich. Zudem kümmert sie sich gerne um das Wohl ihrer zahlreichen Haustiere. Das will sie später auch zu ihrem Beruf machen. Doch wie schon immer hat derzeit der Sport die oberste Priorität und sie hat schon so Einiges getestet: Fußball, Tischtennis, Schwimmen, Baseball und Wakeboarding. Letzteres hat sie aufgrund der hohen Verletzungsgefahr etwas eingeschränkt, doch sie liebt die Geschwindigkeit und das Abenteuer. Mit drei älteren Brüdern hat sie gelernt, sich durchzusetzen und daher rührt wohl auch ihr ständiges Bestreben noch besser zu werden – eine unabdingbare Voraussetzung dafür, sich in der Spitze etablieren zu können.
Judith PetrikowskiHannah Schiwon ist hingegen der etwas zurückhaltende Typ. Naturgemäß prägen Schule und Sport den Tagesablauf der Paderborner Gymnasiastin, aber auch den ihrer beiden Drillingsschwestern. Alle drei haben mit 6 Jahren gemeinsam bei der TuRa Elsen mit dem Badmintonspielen begonnen, nur Hannah ist beim schnellen Spiel mit dem Federball hängen geblieben. Aufgrund ihrer Dynamik und dem enormen Ballgefühl hat sie schnell Erfolge auf Bezirks- und Landesebene erzielt. Sie gehört seit vier Jahren dem NRW-Kader an und trainiert mittlerweile in Hövelhof und am Landesleistungs¬stützpunkt in Paderborn. Ihre zweite Leidenschaft gilt dem Fußball, und sobald es ihr Zeitplan zulässt, steht sie gemeinsam mit ihrer Schwester Lea für das Mädchenteam des SC Borchen auf dem Platz. Musik hören und Herumtollen mit Familienhund Leica sind ihre liebsten Aktivitäten zu Hause und auch mit dem  Computer beschäftigt sie sich gerne.
Doch all das tritt in den Hintergrund, wenn es bei solch einem großen Trunier an den Start geht. Trotz der hohen Erwartungen  zeigten sich die beiden jungen Lokalmatadorinnen zu Beginn des Turniers gelassen und freudig Hannah Schiwonerwartungsvoll. Judith Petrikowski startete im Mixed-Turnier U15 an der Seite von Jan-Felix Matulat  (BV Wesel) souverän mit zwei Zweisatzsiegen. Doch im Halbfinale gegen Carina Hingst (BW Wittorf) und Daniel Seifert (TSV Trittau) zeigte das an Position 4 gesetzte NRW-Duo Nerven: Trotz mehrere Satzbälle verloren sie den ersten Satz mit 25:27, den zweiten dann deutlicher mit 17:21. Im Spiel um Platz 3 offenbarten Judith und ihr Partner dann Kampfeswillen und gewannen nach verlorenem 1. Satz die Folgesätze deutlich mit 21:8, 21:10. Hoch zufrieden mit der Bronzemedaille  und – was noch viel wichtiger ist – mit der eigenen Leistung ging Judith in das am gleichen Tag angesetzte Einzel-Turnier. Als Siegerin der U15-Rangliste vor zwei Wochen startete sie nun im U17er-Feld, leider mit Lospech! Denn im ersten Spiel erwartete sie gleich die an Nr. 1 gesetzte Spielerin Theresa Wurm (SG Anspach). Die 13-Jährige Hövelhoferin konnte der drei Jahre älteren Konkurrentin mit einer Judith Petrikowski und Jan-Felix Matualthochkonzentrierten und sehr ansprechenden Leistung lange Paroli bieten, doch am Ende hatte sie mit 18:21 und 13:21 das Nachsehen.  Am frühen Sonntagmorgen vermochte die Schülerin aus Hövelhof nicht ganz an das Leistungsniveau des Vortages anzuknüpfen und unterlag deutlich in zwei Sätzen gegen Larina Tornow (BV Gifhorn). Doch schon bald nach der Niederlage sah man sie wieder lächeln, denn sie war zufrieden mit sich und ihren Ergebnissen bei dieser Rangliste.
Das konnte auch Hannah Schiwon sein, die ihren Geburtstag standesgemäß für eine Leistungssportlerin in der Sporthalle verbrachte, um in der Einzel-Konkurrenz der Mädchen U15 an den Start zu gehen.  Am Ende erreichte sie mit Platz 11 die beste Platzierung der diesjährigen Bundes-Ranglistenturniere! Doch auch ihr war das Losglück nicht hold, denn mit Sophie Bub (TSG Wiesloch) musste sie sich gleich zu Turnierbeginn der späteren Drittplatzierten stellen. Den ersten Satz konnte Hannah mit 21:17 noch offen gestalten, Satz 2 ging mit 21:11 recht klar an die Gegnerin. Im zweiten Spiel des Tages zeigte sich die nun 14-jährige Gymnasiastin aus Elsen kämpferisch, glich den 1:0-Satzrückstand aus und setzte sich im Entscheidungssatz mit guten Angriffsschlägen mit 21:16 durch. Damit war sie ihrem Ziel, einen Platz unter den Top 10 zu erreichen, ein ganzes Stück näher gekommen. Dass es am Ende nicht ganz dazu reichte, lag an kleineren Konzentrationsschwächen im Platzierungsspiel gegen Orianne Perdrix. Mit einer sehr guten Leistung zwang sie die an Position 7 gesetzte Gegnerin in den Entscheidungssatz, führte zu Beginn deutlich, machte dann aber eine Reihe scheinbar leichter Fehler. Am Ende holte sie noch einmal auf, doch es sollte nicht mehr zu einem Sieg reichen. Ein versöhnlicher Abschluss gelang Hannah im Anschluss mit einem ungefährdeten Zweisatzsieg im Spiel um Platz 11.
So strahlten am Ende alle Beteiligten um die Wette: Die Organisatoren und vielen freiwilligen Helfer des BC Phönix Hövelhof, die für ihre mustergültige und doch familiäre Organisation des Turnierverlaufs von allen Seiten gelobt wurden, und die beiden Badmintonmatadorinnen, die für ihre harte Trainingsarbeit die Lorbeeren einfahren und dem Druck, vor heimischer Kulisse sich beweisen zu müssen, standhalten konnten.

 

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Wetter in Hövelhof

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